Zum Inhalt springen
Advaita Hub

← Alle Lehrer

Adi Shankara

Klassisches Advaita Vedanta

Painting of Adi Shankara with his disciples

Painting by Raja Ravi Varma, around 1904

Foto: Raja Ravi Varma, Public domain, über Wikimedia Commons

Lehre

Das Selbst und Brahman sind eins. Nichtwissen heißt, Körper, Geist und ihre Eigenschaften dem Selbst zu überlagern; Wissen heißt, das Selbst von dem zu unterscheiden, was ihm überlagert ist. Shankara liest die Upanishaden, die Bhagavad Gita und die Brahmasutras in diesem Licht. 1, 2, 3

Für wen

Für Leser, die die klassischen Texte des Advaita suchen und bereit sind, sich durch Schriftkommentar und Sanskritbegriffe zu arbeiten.

Leben und Orte
  • Seine Lebensdaten sind unsicher: Frühe Forscher setzten ihn auf 788 bis 820 n. Chr., andere datieren ihn auf etwa 700 bis 750 n. Chr. oder auf das späte siebte und frühe achte Jahrhundert. 1
  • Berichte über sein Leben, die mehrere Jahrhunderte nach seinem Tod verfasst wurden, nennen Kalāḍi im heutigen Kerala als seinen Geburtsort. 1
  • Nach diesen Berichten wurde er schon jung ein Entsagender und verbrachte sein Leben auf Reisen durch den Subkontinent, wobei er Schüler unterrichtete, Streitgespräche führte und seine Werke schrieb. 1
  • Er soll vier oder fünf Hauptklöster (maṭhas) auf dem Subkontinent gegründet haben und im Alter von zweiunddreißig Jahren gestorben sein. 1

Wo man beginnen kann

  • Die Upadeśasāhasrī (Tausend Unterweisungen) ist ein eigenständiges Werk Shankaras mit einem Prosa- und einem Versteil. Swami Jagadanandas englische Übersetzung (1949) steht im Internet Archive; ihr Vorwort sagt, man könne mit jedem der beiden Teile beginnen. 1, 4
Öffentlicher Zusammenhang
  • Das Sringeri Sharada Peetham und andere Klöster führen ihre Gründung auf ihn zurück; ihre Oberhäupter tragen den Titel Shankaracharya. 1, 5
  • Sein Kommentar schließt Shudras vom Studium des Veda aus. 2

Werke

  • Brahmasūtrabhāṣya (Commentary on the Brahmasūtras)

    Text · Clarendon Press, Oxford (Sacred Books of the East, vol. 34)

    Shankaras Kommentar zu den Brahmasutras, den Merksätzen, die die Upanishaden zusammenfassen. Er beginnt mit seiner kurzen Einleitung über die Überlagerung (adhyasa) und ist sein philosophisches Hauptwerk.

    archive.org

  • Bhagavadgītābhāṣya (Commentary on the Bhagavad Gītā)

    Text · G. T. A. Printing Works, Mysore

    Shankaras Kommentar zur Bhagavad Gita. In seiner Einleitung nennt er die Erkenntnis des Selbst, der die Entsagung von allen Werken vorausgeht, als Weg zur Befreiung.

    archive.org

  • Bṛhadāraṇyakopaniṣadbhāṣya (Commentary on the Bṛhadāraṇyaka Upaniṣad)

    Text · Advaita Ashrama, Mayavati

    Shankaras Kommentar zur Bṛhadāraṇyaka-Upaniṣad, einer der zehn Haupt-Upaniṣaden, die er kommentiert hat.

    openlibrary.org

  • Upadeśasāhasrī (A Thousand Teachings)

    Text · Sri Ramakrishna Math, Madras

    Ein eigenständiges Werk mit einem Prosa- und einem Versteil. Der Prosateil beschreibt, wie ein Lehrer einen Schüler in der Erkenntnis des Selbst unterweisen soll.

    archive.org

Die kurzen Zusammenfassungen sind unsere.

In eigenen Worten

Kurze Stellen in den Worten von Adi Shankara, jeweils mit Quelle. Ist der zitierte Text nicht in der Sprache dieser Seite, folgt eine Übersetzung mit dem Hinweis, von wem sie stammt.

  • It is a matter not requiring any proof that the object and the subject whose respective spheres are the notion of the ‘Thou’ (the Non-Ego) and the ‘Ego,’ and which are opposed to each other as much as darkness and light are, cannot be identified. All the less can their respective attributes be identified.

    Es bedarf keines Beweises, dass Objekt und Subjekt, deren Bereiche der Begriff des ‚Du‘ (das Nicht-Ich) und des ‚Ich‘ sind und die einander so entgegengesetzt sind wie Dunkelheit und Licht, nicht miteinander gleichgesetzt werden können. Umso weniger können ihre jeweiligen Eigenschaften gleichgesetzt werden.

    Übersetzung: unsere

    Brahmasūtrabhāṣya (Commentary on the Brahmasūtras) · Introduction (adhyāsa-bhāṣya), opening sentences, p. 3 · archive.org Zitierte Übersetzung: English translation by George Thibaut (1890) of Shankara's Sanskrit; footnote markers omitted.
  • This superimposition thus defined, learned men consider to be Nescience (avidyâ), and the ascertainment of the true nature of that which is (the Self) by means of the discrimination of that (which is superimposed on the Self), they call knowledge (vidyâ).

    Diese so bestimmte Überlagerung halten die Gelehrten für Nichtwissen (avidyâ), und die Feststellung der wahren Natur dessen, was ist (des Selbst), durch die Unterscheidung dessen, was dem Selbst überlagert ist, nennen sie Wissen (vidyâ).

    Übersetzung: unsere

    Brahmasūtrabhāṣya (Commentary on the Brahmasūtras) · Introduction (adhyāsa-bhāṣya), p. 6 · archive.org Zitierte Übersetzung: English translation by George Thibaut (1890) of Shankara's Sanskrit.
  • The aim of this famous Gîtâ-Sâstra is, briefly, the Supreme Bliss, a complete cessation of samsâra or transmigratory life and of its cause. This accrues from that Religion (Dharma) which consists in a steady devotion to the knowledge of the Self, preceded by the renunciation of all works.

    Das Ziel dieses berühmten Lehrbuchs der Gîtâ ist, kurz gesagt, die höchste Seligkeit, ein vollständiges Aufhören des samsâra, des Lebens im Kreislauf der Wiedergeburten, und seiner Ursache. Sie ergibt sich aus jener Religion (Dharma), die in steter Hingabe an die Erkenntnis des Selbst besteht, der die Entsagung von allen Werken vorausgeht.

    Übersetzung: unsere

    Bhagavadgītābhāṣya (Commentary on the Bhagavad Gītā) · Introduction, section 'Jnana-Yoga is the means to the Supreme Bliss', p. 5 · archive.org Zitierte Übersetzung: English translation by A. Mahadeva Sastri (2nd edition, 1901) of Shankara's Sanskrit.
Quellen
  1. Śaṅkara · Neil Dalal, Stanford Encyclopedia of Philosophy (2021) Begutachtete wissenschaftliche Enzyklopädie; Datierung, Werke und Philosophie; keine Heiligenlegende abgerufen am 10 Okt 2026
  2. The Vedânta-Sûtras with the Commentary by Sankarâkârya, Teil I, übers. George Thibaut (Sacred Books of the East 34, 1890) · Internet Archive Gemeinfreie wissenschaftliche Übersetzung; Scan der Oxforder Ausgabe; die Einleitung des Übersetzers enthält seine eigene kritische Einschätzung abgerufen am 10 Okt 2026
  3. The Bhagavad-Gita with the Commentary of Sri Sankaracharya, übers. A. Mahadeva Sastri, 2. Auflage (Mysore 1901) · Internet Archive Gemeinfreie Übersetzung eines traditionell ausgebildeten indischen Gelehrten, mit Anmerkungen nach dem Kommentator Anandagiri abgerufen am 10 Okt 2026
  4. Upadeshasahasri of Sri Sankaracharya, übers. Swami Jagadananda, 2. Auflage (Sri Ramakrishna Math, Madras 1949) · Internet Archive Übersetzung eines Mönchs des Ramakrishna-Ordens nach Ramatirthas Glosse; Scan der Digital Library of India abgerufen am 10 Okt 2026
  5. Advaita Sharada · Itihasa · Sringeri Sharada Peetham Traditionsquelle des Klosters, das seine Gründung auf Shankara zurückführt; eigene Darstellung seines Lebens und Werks abgerufen am 10 Okt 2026

Von uns aus den genannten Quellen zusammengestellt. Zuletzt geprüft: 12 Okt 2026.

Fehler melden

Diese Beschreibung ist sachlich. Sie enthält keine Empfehlung, kein Ranking und keine Zusicherung. Aussagen über Wirkungen stammen von der jeweiligen Quelle.